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Duratron® PBI

Produktübersicht

  • Extrem hohe obere Gebrauchstemperaturgrenze in Luft (dauernd 310°C und kurzzeitig bis 500°C)
  • Ausgezeichnete Beibehaltung der mechanischen Festigkeit, Steifigkeit und Kriechfestigkeit über einen weiten Temperaturbereich
  • Ausgezeichnetes Reibungs- und Verschleissverhalten
  • Äusserst niedrige thermische Längenausdehnungszahl
  • Ausgezeichnete Beständigkeit gegen energiereiche Strahlung (Gamma- und Röntgenstrahlen)
  • Inhärente Flammwidrigkeit
  • Hohe ionische Sauberkeit
  • Gute elektrische Isoliereigenschaften und günstiges dielektrisches Verhalten 

Duratron® PBI

Produktdetails

Duratron CU60 PBI ist der leistungsfähigste technische Thermoplast, der derzeit erhältlich ist. Dieser Thermoplast verfügt von allen ungefüllten Kunststoffen über die grösste Hitzebeständigkeit und bestmögliche Konstanz mechanischer Eigenschaften bei Temperaturen von über 205 °C (400 °F). Gegenüber allen anderen verstärkten oder unverstärkten technischen Kunststoffen besitzt Duratron CU60 PBI eine bessere Verschleissbeständigkeit und ein höheres Lasttragevermögen bei extremen Temperaturen.

Als unverstärktes Material ist Duratron CU60 PBI im Hinblick auf ionische Verunreinigungen sehr „rein“ und gibt kein Gas ab (sondern lediglich Wasser). Aufgrund dieser Eigenschaften ist der Werkstoff für Halbleiterhersteller, speziell für Vakuumkammeranwendungen, und für die Luft- und Raumfahrtindustrie besonders attraktiv. Duratron CU60 PBI hat eine ausgezeichnete Ultraschalltransparenz, so dass sich dieser Werkstoff beispielsweise hervorragend für Prüfspitzenlinsen in Ultraschallmessgeräten eignet.

Duratron CU60 PBI ist ebenso ein hervorragender thermischer Isolator. Andere geschmolzene Kunststoffe kleben nicht an Duratron CU60 PBI fest. Aufgrund dieser Merkmale ist dieser Werkstoff für Kontaktdichtungen und Isolatorbuchsen in Kunststoffproduktions- und Spritzgussanlagen ideal geeignet. In der Regel wird Duratron CU60 PBI für wichtige Komponenten verwendet, um Wartungskosten zu senken und wertvolle Produktionszeit zu gewinnen. Der Werkstoff ersetzt Metalle und Keramikmaterialien in Pumpenteilen, Ventilsitzen (High-Tech-Ventile), Lagern, Laufrollen und Hochtemperatur-Isolatoren.

  • keyboard_arrow_downHochtemperatur-Wärmeschutzhülsen


    In Heisskanal-Kunststoffspritzgussanlagen sind Schutzhülsen aus Duratron CU60 PBI enthalten, die es ermöglichen, dass der spritzgegossene Kunststoff in der Schmelze verbleibt, während das Teil in der kalten Form „erstarrt“. Die Hülsen haben eine längere Lebensdauer und lassen sich leicht reinigen, da die geschmolzenen Kunststoffe nicht an Duratron CU60 PBI festkleben (früher eingesetzte Werkstoffe: Vespel® PI, Keramik).

  • keyboard_arrow_downSteckverbinder für Stromkreise


    Ein Flugzeugturbinenhersteller hat Steckverbinder, die Temperaturen von mehr als 205 °C (400 °F) standhalten müssen, durch entsprechende Stecker aus Duratron CU60 PBI ersetzt, um so eine zusätzliche Sicherheitsreserve zu gewinnen (früher eingesetzter Werkstoff: Vespel® PI). 

  • keyboard_arrow_downKugelventilsitze


    Ventilsitze aus Duratron CU60 PBI eignen sich hervorragend für die Hochtemperatur-Flüssigkeitsregelung (früher eingesetzter Werkstoff: Metall). 

  • keyboard_arrow_downKlemmringe


    Aus Duratron CU60 PBI gefertigte Teile für Gasplasma-Ätzanlagen halten dank der geringeren Energieerosionsraten länger als Teile aus Polyimid. Da diese Teile seltener ausgetauscht werden müssen, gewinnt man wertvolle Produktionszeit (früher eingesetzter Werkstoff: Vespel® PI).

Duratron CU60 PBI ist extrem hart, so dass die Fertigung von Teilen aus diesem Werkstoff schwierig sein kann. Für die Herstellung von Produktionsmengen wird daher die Verwendung von Werkzeugen aus polykristallinem Diamant empfohlen. Duratron CU60 PBI ist relativ kerbempfindlich. Alle Ecken sollten abgerundet (min. Radius: 1,0 mm) und alle Kanten angefast bzw. abgeschrägt werden, um die Festigkeit der Teile zu maximieren. Fertigbauteile mit hohen Toleranzen sollten in verschlossenen Behältern (in der Regel Polybags mit Trocknungsmittel) aufbewahrt werden, um Grössenänderungen durch Feuchtigkeitsaufnahme zu vermeiden. Komponenten, die schnell, d. h. ohne Übergangszeit Temperaturen von mehr als 205 °C (400 °F) ausgesetzt werden, müssen vor der Verwendung „getrocknet“ oder in trockenem Zustand gehalten werden, um eine Verformung der Werkstücke durch Wärmeschocks zu vermeiden.